Glücksspielgesetz 2026: Geplante Änderungen und Folgen für Kommunen wie Viersen

Ich rede immer von

Glücksspielart Besteuerungsgrundlage Neuer Steuersatz (ab 2027) Verwendung der Steuermittel
Online-Casino & Poker Bruttospielertrag (Einsätze minus Gewinne) 8,0% 50% Suchtprävention, 50% Länderfinanzen
Online-Sportwetten Bruttospielertrag 7,0% 70% Sportförderung, 30% Suchtprävention
Stationäre Spielhallen (Automaten) Bruttospielertrag pro Gerät 20,0% (bisher kommunal) 30% an Kommune, 70% an Bundesland für Suchthilfe
Lotterien (staatlich & privat) Umsatz (Einsätze) 20,0% (bestehend) Für gemeinnützige Zwecke (Kultur, Soziales, Denkmalschutz)

einer hinreichenden attraktiven Spiellandschaft.

Behörde Bisherige Zuständigkeit Neue Zuständigkeit ab 2027 Anmerkung
Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) Regulierung des Online-Glücksspiels Zentrale Aufsicht für alle kommerziellen Glücksspielangebote (online & stationär) Wird zur "Bundesglücksspielbehörde" mit erweiterten Befugnissen
Landesbehörden Aufsicht über Spielhallen, Casinos, Lotterien Operative Umsetzung und Kontrolle vor Ort Handeln im Rahmen der bundeseinheitlichen Vorgaben der GGL
Bundesamt für Justiz Keine direkte Zuständigkeit Führung der zentralen Sperrdatei für Spielsperren Technische Infrastruktur wird zentral bereitgestellt

Aber wir müssen diskutieren,

Werbekanal Erlaubte Zeiten Inhaltsbeschränkungen Pflichtangaben
TV & Radio Nur 21:00 - 06:00 Uhr Keine Gewinnversprechen, keine Sportidole, keine Animation an Minderjährige gerichtet "Glücksspiel kann süchtig machen. Infos und Hilfe unter BZgA.de"
Soziale Medien & Influencer Keine zeitliche, aber zielgruppliche Beschränkung Keine Werbung in Profilen mit über 20% Minderjährigen-Followern; direkte Ansprache von Spielsperr-Inhabern verboten Klare Kennzeichnung als Werbung (#Werbung); Hinweis auf Mindestalter 21
Sport-Sponsoring Verträge ab 2028 nur noch mit Vereinen der 1. Bundesliga und höher Logos nur auf Trikots von Spielern über 21; keine Werbung in Jugendmannschaften Sponsorenhinweis muss auf Vereins-Website mit Link zu Spielerschutzinfos verknüpft sein

was hinreichend attraktiv heißt.

  • Zentrale Lizenzvergabe durch die neue Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL)
  • Einheitlicher Rechtsrahmen für Online-Casino, Poker und Sportwetten
  • Beendigung des bisherigen Lizenzmoratoriums für virtuelle Automatenspiele
  • Übergangsfristen für bestehende Anbieter zur Antragstellung

Ich habe da andere

Die junge Generation – Verantwortungsvoll im Spiel

Vorausgegangen ist der Anzeige eine Sportwettenkonzession durch das Regierungspräsidium Darmstadt an Tipico, einen privaten Sportwettenanbieter. "TIPICO bewirbt auf der eigenen Homepage nicht nur Sportwettenangebote sondern auch sonstige "Games", wie es da heißt, und diese Vermischung, die ist nach dem aktuellen Glücksspielstaatsvertrag aus unsere Sicht unzulässig und deswegen hätte diese Lizenz nicht erteilt werden dürfen. Wir können uns nicht vorstellen, dass es mit rechten Dingen zugeht, dass man sagt, okay, demnächst ändert sich vielleicht das Gesetz und im Vorfeld erteilt man dann schon mal eine Genehmigung, dass sie ab jetzt schon offiziell ihr Glücksspiel anbieten dürfen. Bereits 2012 waren die Länder der Meinung, dass sie auf gesellschaftliche Entwicklungen reagieren müssen und vereinbarten deshalb, zunächst die bis dahin illegal am Markt agierenden Anbieter von privaten Sportwetten aus der Schmuddelecke herauszuholen. Sie beauftragten das Land Hessen, ein Verfahren zu entwickeln, um entsprechende Lizenzen zu vergeben.

GGL bei Vertrag um Glücksspiel in der Pflicht

Sonderlich erfolgreich waren die Länder dabei nicht.Über Jahre landete die Vergabepraxis immer wieder vor den Gerichten. Und es hat bis Oktober des vergangenen Jahres gedauert, bis der juristische Streit beigelegt war und die privaten Wettanbieter in Deutschland Konzessionen erhielten. In der Zwischenzeit haben diese auch ohne Erlaubnis - allerdings von Staats wegen geduldet - Milliarden verdient, sagt Jan Kleibrink vom Handelsblatt Research Institute. "Insgesamt haben cas online casino deutschland neu wir in Deutschland ein nicht hart zu messendes durch verschiedene Schätzverfahren angenommene Größenordnung von ungefähr zweieinhalb bis drei Milliarden Euro an Spielerträgen, die auf diesem nicht regulierten Markt jährlich zustande kommen. Und das macht damit in etwa 20 Prozent des gesamten Glücksspielmarktes in Deutschland aus.

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"Der Markt lässt sich in drei Segmente aufteilen: einen regulierten Teil, dazu zählen zum Beispiel staatliche Lotterien oder auch Spielhallen. Einen nicht regulierten Graumarkt, darunter fallen die privaten Sportwettenangebote sowie Online-Casino-Spiele, die in anderen EU-Ländern erlaubt sind und von dort den Weg ins Netz finden. Und schließlich existiert auch ein Schwarzmarkt, häufig gesteuert von asiatischen Playern. Diese zu legalisieren ist in Deutschland nicht vorgesehen, denn diese sollen vielmehr zurückgedrängt werden. Und das sei ganz im Sinne der Spieler. Vorstellungen als die Glücksspielanbieter.

Einheitliche Glücksspielkonzessionen in ganz Deutschland mit dem GlüStV 2021

Ob die Bundesländer tatsächlich am Markt erfolgreich sein werden, wenn jedes Land für seinen eigenen Sprengel ein eigenes Online-Casino-Angebot schafft, sei fragwürdig, sagt Professor Tilman Becker von der Forschungsstelle Glücksspiel der Universität Hohenheim. "Das Internet macht ja nicht an den Grenzen eines Bundeslandes halt." Die Länder seien deshalb gut beraten, ein länderübergreifendes staatliches Angebot zu formulieren, so Becker. Wer auch immer auf einem liberalisierten Markt die Produkte anbietet, der Staat und oder die Privaten, es müsse ausreichend attraktiv sein, sonst seien sie nicht in der Lage gegen die Schwarzmarkt-Konkurrenz zu bestehen, argumentiert Georg Stecker, Vorstandssprecher des Interessenverbandes der Spielhallenbetreiber. "Der größte Fehler ist, wenn man diese Angebote künstlich unattraktiv macht, weil man damit die Menschen in illegale Angebote bewegen wird, die es nach wie vor in riesigem Umfang terrestrisch und auch im Netz gibt." Selbst der Suchtexperte Tobias Hayer, der das Suchtpotenzial im Netz aufgrund seiner Schnelligkeit und seiner ständigen Verfügbarkeit als besonders hoch einschätzt, hat für diese Argumentation etwas übrig. "Ich gestehe zu, wir brauchen eine gewisse Attraktivität.